Die Künstler
Die in Marburg geborene Sopranistin Monika Frimmer studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater in Hannover, wo sie ihr Opern- und Konzertexamen mit Auszeichnung abschloss.
Sie wurde direkt von der Hochschule als lyrische Sopranistin ans Niedersächsische Staatstheater Hannover engagiert, dessen Ensemble sie über 10 Jahre angehörte.
Gastverpflichtungen führten sie an viele Opernhäuser Deutschlands, wo besonders ihre Mozartinterpretationen Publikum und Presse begeisterten (Pamina, Susanna, Zerlina und Ilia).
Bereits während ihres Studiums begann Monika Frimmer eine ausgedehnte Konzerttätigkeit als Konzert- und Liedsängerin. Sie folgte Einladungen zu internationalen Festivals in Europa, Israel, den USA, Südamerika und Japan.
Die Sopranistin arbeitet mit bekannten Dirigenten und Ensembles zusammen wie u. a. Frieder Bernius (Kammerchor Stuttgart), Christoph Coin (Ensemble Baroque Limoge), Nicolas McGegan (Freiburger Barockensemble), Reinhard Goebel (Musica Antiqua), Ludwig Güttler (Virtuosi Saxoniae), Philippe Herreweghe (Collegium Vocale, Chapelle Royale), Ton Koopmann (The Amsterdam Baroque Orchestra), Gustav Leonhard (The Age of Enlightenment), Herrmann Max (Rheinische Kantorei), Erwin Ortner (Arnold Schönberg Chor Wien), Hellmut Rilling und Peter Schreier.
Mit großer Begeisterung gestaltet sie Liederabende unterschiedlichster Thematik, u. a. mit Sprecher, Instrumental- oder Gesangspartnern. Zusammen mit dem Bariton Peter Kooij und seinem Kammermusik-Ensemble singt sie verschiedenste Programme in variabler Besetzung (Bach, Purcell, Telemann, Buxtehude, u. a.).
Monika Frimmers Repertoire umfasst Barock, Klassik und Romantik bis hin zur Moderne (u. a. Webber "Requiem", Britten "War-Requiem"). Zu Meister- und Interpretationskursen wurde sie nach Tokyo, Helsini, Amsterdam, Lissabon und Karlsruhe eingeladen.
Die niederländische Mezzosopranistin Olivia Vermeulen begann ihr Gesangsstudium 2000 an der Musikhochschule Detmold. 2003 wechselte sie zu Prof. Julie Kaufmann an die Universität der Künste Berlin. Dort schloss sie 2007 mit der Oper "La voix humaine" von Francis Poulenc unter Regie von Karoline Gruber ihr Studium ab. Zudem besuchte sie Meisterkurse unter anderem bei Andreas Scholl, Thomas Quasthoff, René Jacobs, Wolfram Rieger, Axel Bauni, Irwin Gage und Dietrich Fischer-Dieskau.
Bereits während ihres Studiums sammelte Olivia Vermeulen erste Bühnenerfahrung. Sie gastierte unter anderem am Stadttheater Bielefeld, am Theater Lübeck, am Schlosstheater Schönbrunn in Wien sowie bei den Berliner Festspielen.
Im Frühjahr 2006 sang die Mezzosopranistin in einer Koproduktion mit der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz die Partie des Ramiro in Mozarts "La finta Giardiniera" am Theater Konstanz.
Seit der Spielzeit 2008/9 ist Olivia Vermeulen Mitglied des Opernstudios der Komischen Oper Berlin, wo sie unter anderem in Rollen wie Prinzessin Linetta in Prokofjews "Die Liebe zu den drei Orangen", Daphnis in "Pique Dame" und Phénice in Glucks "Armida" zu hören ist. In 2009/2010 wird sie die Titelpartie in der UA der Oper "Die rote Zora" singen, einer Auftragskomposition der Komischen Oper Berlin
Darüber hinaus sang sie im Rahmen der Potsdamer "Winteroper" die Rolle des Oberto in der Händel-Oper "Alcina" unter der musikalischen Leitung von Andrea Marcon. In 2009 wird diese Produktion von den Händel Festspielen Halle übernommen, wo Olivia Vermeulen wieder als Oberto zu erleben sein wird.
Neben der Oper führte sie ihre Tätigkeit auf zahlreiche Konzertpodien, unter anderem des Konzerthauses und der Philharmonie in Berlin, zum Kissinger Sommer 2008, sowie zu den Festtagen Alter Musik in Herne, wo sie die Titelpartie in "La Dirindina" von Scarlatti übernahm (WDR-Hörfunk-Mitschnitt). Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet die junge Mezzosopranistin mit der Capella Orlandi Bremen. Mit der Lautten Compagney Berlin hat sie 2009 ein Solo-Programm mit Aries Antiches beim Bayrischen Rundfunk aufgenommen, eine Veröffentlichung auf CD ist bei Sony-Classics geplant.
2008 gewann Olivia Vermeulen den internationalen Liedwettbewerb des Bayerischen Rundfunks "La Voce" in Bayreuth. In 2002 und 2008 war sie Stipendiatin der Villa Musica Mainz.
Der Schweizer Tenor Jörg Dürmüller studierte zunächst Violine und Gesang am Konservatorium Winterthur. Das Gesangsstudium setzte er bei Naan Pöld und Hans Kagel an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg fort. Er besuchte Meisterkurse bei Christa Ludwig und Hermann Prey.
Seinen hervorragenden Ruf im Konzertfach erwarb sich Jörg Dürmüller vor allem mit den Evangelistenpartien J.S. Bachs. Er sang in renommierten Musikzentren im In- und Ausland wie -um nur wenige zu nennen- der Royal Albert Hall London (BBC Proms), Wiener Musikverein, Santa Cecilia Rom, Auditorio Nacional de España Madrid, Théâtre des Champs-Elysées Paris, Théâtre du Châtelet Paris, Philharmonie Sao Paulo, Summer Festival Tokio, Schwetzinger Festspiele, Epidaurus Festival Athen oder Bachfest Leipzig. Im Dezember 2006 nahm er unter Ton Koopman an einer USA – Tournee teil, die ihn auch in die Carnegie-Hall in New York führte. In 2008 war Jörg Dürmüller mit dem New York Philharmonic Orchestra in verschiedenen Konzerten mit Händels "Messias" zu erleben. Weitere Konzertprojekte in 2009 und 2010 beinhalten unter anderem verschiedene Tourneen mit Ton Koopman sowie Konzerte unter Riccardo Chailly (Evangelist/Johannespassion) und Michel Corboz (Evangelist/Matthäuspassion).
Seine Opernlaufbahn begann er in Bielefeld. Danach sang er zwei Jahre am Staatstheater Braunschweig unter der Intendanz von Brigitte Fassbaender. Er gastierte regelmäßig an der Komischen Oper Berlin, wo er in Partien wie Ferrando in "Cosi fan tutte" oder Bajazete in Händels "Tamerlano" (Regie:David Alden) zu hören war. Er war Ensemblemitglied der Volksoper Wien, wo er unter anderem als Tamino, Don Ottavio in "Don Giovanni" und Don Ramiro in "La Cenerentola" auf sich aufmerksam machen konnte. Neben seinen zahlreichen Konzertverpflichtungen gastierte er außerdem an den Opernhäusern von Hamburg, Montpellier, Leipzig, Köln, Strasbourg, Sevilla sowie am Teatro Real in Madrid. In 2006 übernahm er kurzfristig beim Schleswig-Holstein Musikfestival die Partie des Belmonte unter Alessandro de Marchi, der Jörg Dürmüller darauf folgend für verschiedene Konzerte und eine CD-Produktion von Händels "Il Trionfo del Tempo" in 2007 verpflichtete. Ebenfalls in 2007 sang er bei den Herrenchiemsee Festspielen mit großem Erfolg den Don Ottavio (BR TV-Mitschnitt) unter Enoch zu Guttenberg, in 2008 debütierte er am Teatro Regio di Torino als Narraboth (Premierenbesetzung). In dieser Partie war er im selben Jahr auch konzertant mit dem BBC Philharmonic Orchestra in Manchester zu erleben. Im Rahmen der Burgplatzfestspiele 2008 des Staatstheaters Braunschweig gab Jörg Dürmüller sein szenisches Rollen-Debüt als Erik/"Der fliegende Holländer". In 2009 verkörperte er diese Partie mit sehr großem Erfolg auch am Staatstheater Kassel.
In den Bereichen Oper und Konzert arbeitete Jörg Dürmüller im Laufe seiner Karriere unter Dirigenten wie zum Beispiel Howard Arman, Herbert Blomstedt, Bertrand De Billy, Dennis Russell Davies, Christoph Eschenbach, Diego Fasolis, Enoch zu Guttenberg, Reinhard Goebel, Thomas Hengelbrock, Christopher Hogwood, Michael Hofstetter, René Jacobs, Robert King, Ton Koopman, Vaclav Neumann, Christof Prick, Helmuth Rilling, Peter Schreier, Sebastian Weigle , Bruno Weil, Simone Young oder Hans Zender.
Jörg Dürmüllers Stimme verfügt über eine große fachliche Bandbreite, dokumentiert durch zahlreiche Radio–, TV–, DVD und CD-Produktionen. So wirkte er unter Bruno Weil an einer vor allem in der Fachpresse vielbeachteten Erstaufnahme des "Fliegenden Holländer" (Wagner) in der Urfassung von 1841 mit, wo er die Partie des Georg (Erik) mit großem Erfolg sang. Ludwig Robeller schrieb in seiner von der Bayerischen Staatsoper München veröffentlichten Kritik: "Jörg Dürmüller, einer der Stars der Alten-Musik-Szene. Blendende Technik und Artikulation, strahlende Höhe – eine Glanzleistung ersten Ranges, auch als Georg der beste Erik, den ich je gehört habe". Im März 2005 spielte Jörg Dürmüller ebenso erfolgreich den Evangelisten aus der Matthäuspassion von J.S. Bach unter der Leitung von Ton Koopman auf DVD und CD ein. In 2007 wurde die CD-Einspielung der Krenek-Oper "Sardakai" mit Jörg Dürmüller in der männlichen Hauptrolle des Carlo mit dem renommierten ECHO-Award ausgezeichnet. Die CD-Produktion "Die schöne Galathée" (Suppé) unter Bruno Weil mit Jörg Dürmüller in der Hauptrolle des Pygmalion erhielt den Preis der Deutschen Schallplattenkritik.
Gerhard Weinberger studierte an der Hochschule für Musik München Orgel (bei Prof. Franz Lehrndorfer), Kirchen – und Schulmusik. 1971 war er zweiter Preisträger im Fach Orgel im internationalen Musikwettbewerb der deutschen Rundfunkanstalten (ARD), der zu den renommiertesten Wettbewerben der Welt gehört. Nach einer dreijährigen Tätigkeit als Chordirektor an der Basilika St. Lorenz in Kempten wurde er 1974 als Dozent für Orgel und Kirchenmusik an die Hochschule für Musik in München berufen. Bereits drei Jahre später erhielt er mit 29 Jahren dort eine Professur für Orgel. Seit 1983 unterrichtet er als Professor für Orgel an der Hochschule für Musik in Detmold, wo er auch die Abteilung Kirchenmusik leitet. 1986 gründete er das Ensemble "Die Deutschen Bach–Vocalisten", ein eigenes, professionelles und auf Barockmusik spezialisiertes Chorensemble, das er bis 2000 leitete und mit dem er international bei Publikum und Fachpresse herausragende Erfolge erzielen konnte. 2003 gründete er zusammen mit der bekannten Geigerin Prof. Ulrike–Anima Mathé die Barockakademie der Hochschule für Musik Detmold, dessen Vokalsolisten–Ensemble er leitet.
Er ist Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste und des Direktoriums der Neuen Bachgesellschaft Leipzig.
Als Organist genießt Weinberger internationales Ansehen vor allem als Interpret der Werke Bachs und Max Regers.
Zahlreiche Konzerte in fast allen europäischen Ländern, in Asien und in Nord – und Südamerika, 2000 mehrmals zyklische Gesamtaufführung des Bachschen Orgelwerkes, ca. 50 CD–Aufnahmen (u. a. das gesamte Orgelwerk von J. S. Bach auf 22 CDs an historischen Instrumenten der Bachzeit), Schallplattenpreise, Jurytätigkeit, internationale Meisterkurse, zahlreiche Editionen von Orgel – und geistlicher Chormusik (darunter das gesamte Orgelwerk von Johann Ludwig Krebs und Robert Schumann).
Alliage Quintett
Daniel Gauthier, Sopran–Saxophon; Raphael Camenisch, Alt–Saxophon; Koryun Asatryan, Tenor–Saxophon; Sebastian Pottmeier, Bariton–Saxophon; Jang Eun Bae, Klavier
Stilistische Vielfalt, besonders aber die Verschmelzung unterschiedlicher Stilrichtungen ist Markenzeichen und Programm des Alliage Quintetts. Dies spiegelt sich auch in seiner vieldeutigen Namensgebung wieder. Das französische Wort alliage bezeichnet den physikalischen Begriff Legierung. So besteht das Saxophon selbst aus einer Legierung unterschiedlicher Metalle, nämlich Kupfer und Zink; das Bild der Verschmelzung beschreibt aber weiterhin auch das musikalische Idealbild der fünf Musiker von einem homogenen Klangkörper und einer perfekt auf einander abgestimmten Spielkultur, verbunden durch mitreißende Musizierfreude.
Gründer des Ensembles ist Daniel Gauthier; er ist Inhaber der einzigen Professur für klassisches Saxophon in Deutschland (an der Musikhochschule Köln) und der Primarius am Sopransaxophon. Mit ihm spielen einige der derzeit besten Solisten des klassischen Saxophons: Lutz Koppetsch (Preisträger des ARD Musikwettbewerbs), Altsaxophon, Koryun Asatryan (Preisträger u.a. des Eurovisions–Wettbewerbs), Tenorsaxophon, und Sebastian Pottmeier, Baritonsaxophon. Die koreanische Pianistin Jang Eun Bae ist eine erfahrene und versierte Kammermusikerin und ergänzt die klassische Quartettbesetzung als ständiges fünftes Mitglied zum Quintett.
Im Mittelpunkt des Repertoires von Alliage stehen bekannte Meisterwerke aller Epochen in außergewöhnlich sensiblen und raffinierten Arrangements, die optimal auf das Ensemble zugeschnitten wurden: Mendelssohns Sommernachtstraum zum Beispiel oder Rimski–Korsakows Scheherazade, Ausschnitte aus Carmen von Bizet und Gershwins Porgy and Bess. Über Bearbeitungen und Arrangements hinaus nehmen Originalwerke des Standardrepertoires für das klassische Saxophonquartett eine wichtige Stellung im Repertoire von Alliage ein. Hierzu zählen die großen Quartette von Alexander Glazunow und Florent Schmitt ebenso wie Werke der Neuen Musik von Georges Aperghis und Iannis Xenakis.
Mit seinem einzigartigen Repertoire wandelt das Quintett erfolgreich auf dem schmalen Grat zwischen feinsinniger Kammermusik und anspruchsvoller Unterhaltung und erobert damit mittlerweile die großen Konzertsäle Deutschlands und Europas.
Neben etlichen Rundfunkaufnahmen hat das Ensemble bisher zwei CDs veröffentlicht, von denen eine ("Una voce poco fa") 2005 mit dem begehrten ECHO–Klassik ausgezeichnet wurde. Mit der zweiten CD "A la recherche du rêve perdu" begeben sich die fünf Musiker auf eine Reise zurück in die Zeit des Erfinders des Saxophons, Adolphe Sax, und konfrontieren sein Instrument mit Meisterwerken seiner Zeitgenossen Mendelssohn und Schumann.
Sein "SONY Classical"–Debüt hat das Alliage Quintett mit einer Rekompositionen der Vier Jahreszeiten von Vivaldi und einigen Arrangements von J. S. Bach im September 2008 unter dem Titel "Masquerade" vorgelegt. Die CD wird mit Konzerten in der Stuttgarter Liederhalle, in Karlsruhe, in der Hamburger Laeiszhalle, in der Glocke in Bremen sowie der Essener Philharmonie präsentiert.
Die Saxophonisten des Alliage Quintetts spielen Saxophone von Henri SELMER, Paris und Rohrblätter der Firma RICO.
Martin Hegel stammt aus einer Musikerfamilie und begann erst im Alter von 14 Jahren mit dem Gitarrenspiel, wurde aber bereits zwei Jahre später Preisträger beim nationalen Musikwettbewerb "Jugend musiziert".
Ab 1994 begann er als Jungstudent am Städt. Konservatorium in Osnabrück bei Prof. Ulrich Müller. Anschließend folgte sein Musikstudium an der Hochschule für Musik Köln in der Gitarrenklasse von Prof. Ansgar Krause sowie bei Prof. Martin Rennert an der Universität der Künste in Berlin. Außerdem wurde Martin Hegel als Stipendiat bei Prof. Konrad Ragossnig an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, und in der Meisterklasse von Prof. Eliot Fisk am Mozarteum in Salzburg aufgenommen.
Seine künstlerische Reifeprüfung legte er im Sommer 2004 ab, sein Konzertexamen im Jahr 2008 mit Auszeichnung.
Als Solist und gemeinsam mit seinem Gitarrenduo wurde er bereits auf mehreren nationalen und internationalen Musikwettbewerben ausgezeichnet, u.a.:
- 1. Preis, Bundeswettbewerb "Jugend musiziert"
- 3. Preis, Internationaler Gitarrenwettbewerb Bubenreuth
- Sonderpreis, Anna–Amalia–Gitarrenwettbewerb in Weimar
- 3. Preis, Internationaler Gitarrenwettbewerb in Köln (Frechen)
- 1. Preis, Wuppertaler Musikwettbewerb
- 2. Preis, Internationaler Gitarrenwettbewerb in Viareggio (Italien)
- 2. Preis und Publikumspreis, Int. Wettbewerb in Montelimar (Frankreich)
- "Premio speziale giurio", Mauro Giuliani–Wettbewerb in Bari (Italien)
- 3. Preis, Internationaler Gitarrenwettbewerb Weikersheim
- 1. Preis, Internationales Gitarrenfestival Osnabrück
Seine rege Kammermusiktätigkeit (mit Gesang, Streichtrio, Flöte und mit Geige) führte ihn durch viele europäische Länder wie Italien, Frankreich, Holland und Belgien. Sein Spaniendebüt gab er letztes Jahr beim internationalen Musikfestival auf Mallorca.
Martin Hegel besuchte außerdem renommierte Meisterkurse im In– und Ausland, u.a. bei Manuel Barrueco und David Russel.
Er machte zahlreiche Radioaufnahmen für den Bayrischen und Saarländischen Rundfunk, u.a. im Rahmen des Festivals für zeitgenössische Musik des SR2. Das berühmte "Concierto de Aranjuez" von Joaquin Rodrigo führte er mit den Berliner Symphonikern sowie dem Osnabrücker Symphonieorchester auf. Seine Debut–CD mit dem "duo guitardando" brachte ihm viele umjubelte Kritiken ein. Seine erste Solo–CD erscheint im Herbst 2009 mit Werken spanischer Komponisten. Seine Notenausgaben mit Transkriptionen von Johann–Sebastian Bach sind seit letztem Jahr im Handel erhältlich.
Matthias Veit wurde in Stuttgart geboren, studierte Klavier bei Gernot Kahl, Gesang bei Susanne Korzuscheck und Peter Elkus und fand schon frühzeitig Beachtung als Lied– und Instrumentalbegleiter. Nach Meisterkursen u. a. bei Ralf Gothòni, Christoph Eschenbach u. Dinorah Varsi und mehreren Auszeichnungen und Stipendien begann seine intensive Konzerttätigkeit im In– und Ausland. 1992 erhielt er den Gundula–Janowitz–Preis des Internationalen Schubert–Wettbewerbs in Graz.
Es folgten u.a. die Interpretationskurse mit Dietrich Fischer–Dieskau, William Pleeth, Francois Leroux; es folgten Konzerte als Lied– und Instrumental–partner u.a. von Maite Beaumont, Angela Denoke, Jörg Dürmüller, Giora Feidman, Franz Grundheber, Joji Hattori, Christiane Iven, Michaela Kaune, Martin Löhr, Markus Schäfer, Andreas Schmidt, Hanna Schwarz u.v.a. sowie Engagements als Begleiter von Meisterkursen mit Elly Ameling, Helen Donath, Brigitte Fassbaender, Silvia Geszty, Felicity Lott und Tom Krause. Seit 1995 Klavierduo mit Henning Lucius mit Auftritten u.a. in der Liederhalle Stuttgart und dem Schleswig–Holstein–Festival.
Neben solistischen Auftritten dokumentieren auch zahlreiche Konzerte als Sänger (u.a. selbstbegleitet, auch mehrfach beim Schleswig–Holstein–Festival) seit 1995 nicht nur seine Vertrautheit mit dem vokalen Bereich, sondern auch die Vielseitigkeit als konzertierender Musiker.
Seit 1996 erfolgten Einladungen als Meisterkursdozent für Liedduo bei den Internationalen Festspielen in Savonlinna/ Finnland, als offizieller Begleiter auf verschiedenen Lied– und Instrumentalwettbewerben, darunter dem der ARD München (für Violoncello).
Konzerteinladungen und Engagements führten ihn auf zahlreiche internationale Festivals (Edinburgher Festspiele, Festival de Piano de la Roque d"Anthéron, Festspiele Mecklenburg–Vorpommern, Frankfurter Feste, Schleswig–Holstein–Musikfestival u.a.).
1997–99 hatte er eine Interims–Professur an der Hochschule Hamburg inne und arbeitete bereits an verschiedenen Hochschulen, sowie seit einigen Jahren an den Hochschulen Lübeck und Rostock mit eigenen Lied–/Vokalklassen.
Sein umfassendes Interesse an Kunst (Ausstellungen eigener Malerei seit 1996) Literatur, Theater und Film prägten seine pädagogische Arbeit wie seine Konzerttätigkeit, innerhalb derer er auch schon mit innovativen und genre–übergreifenden Programmkonzepten und szenischen Abenden hervortrat, ebenso wie zahlreiche Rundfunk– , CD– und TV–Produktionen.
Christian Seibert wurde 1975 in Norddeutschland geboren und erhielt seinen ersten Klavierunterricht von seinem Vater, dem Pianisten Prof. Kurt Seibert. Er studierte in Köln bei Pavel Gililov und legte bei ihm, nach einem Studienaufenthalt in Wien bei Hans Petermandl und Wolfgang Watzinger durch das Erasmus–Austauschprogramm, das Konzertexamen ab. Weitere Impulse kamen durch die Zusammenarbeit mit Künstlern wie Paul Badura–Skoda, Rudolf Buchbinder, Bruno Leonardo Gelber, Rudolf Kehrer und Cyprien Katsaris. Seine bisherige Laufbahn wurde von Wettbewerbserfolgen in Zwickau (Robert–Schumann–Wettbewerb), Bozen (Busoni–Wettbewerb), Sulmona, Marsala und London begleitet.
Die kammermusikalische Arbeit in den verschiedensten Besetzungen nimmt einen großen Raum in Seiberts Arbeit ein. So ist er neben umfangreicher Konzerttätigkeit Preisträger im Fach Klaviertrio beim Internationalen Reger–Wettbewerb in Weiden und im Fach Duo Gesang/Klavier beim Wettbewerb der Hochschulen. 2004 spielte er in einer großen Vier–Länder–Tournee mit über 20 Konzerten an renommierten Konzertstätten wie der Residenz Salzburg, dem Konzertsaal im Gasteig in München und dem Bundeskanzlerpalais in Wien, Furtwänglers Klavierquintett C–Dur mit dem Kairos–Quartett Salzburg.
Seibert tritt als Solist bei verschieden Festivals auf, beispielsweise dem Bodenseefestival, dem Klavierfestival Ruhr, dem Festival Santander in Spanien und dem Festival Echternach in Luxemburg.
Er spielt mit bekannten Orchestern, darunter: das NDR–Sinfonieorchester Hamburg, die Sinfonietta Hungarica, die Bremer Philharmoniker und das European Union Chamber Orchestra.
Zahlreiche Medienproduktionen (beispielsweise WDR, BR, Radio France) dokumentieren Seiberts musikalische Arbeit. Eine CD mit Werken von Ernst Toch erschien 2005 beim Label CPO. Das Fach–Magazin FonoForum schrieb dazu: "Die Entdeckung dieser Einspielung ist der Pianist Christian Seibert, ein Name, den man sich unbedingt merken muss. Er verbindet eine makellose spieltechnische Perfektion mit einer ganz ungewöhnlich sicheren Musikalität." Anfang 2007 folgte bei CPO eine Einspielung von Klavierwerken Hindemiths, die ebenfalls mit sehr viel Lob (u.a. der FAZ) bedacht wurde. Mit den nächsten CD–Projekten setzt Christian Seibert die Einspielung von Hindemiths gesamtem Werk für Klavier solo fort.
Die 2006 in Köln gegründete Kammerphilharmonie Europa ist eine freie
Orchesterinitiative, die engagierte Musiker mit dem Ziel zusammenführt, auch
ohne feste Trägerschaft ein künstlerisch anspruchsvolles Ensemble zu bilden.
Das Unternehmen beschäftigt über 60 talentierte Berufsmusiker aus 12
Nationen, die allesamt auf jahrelange Erfahrung auf internationalen Bühnen
zurückblicken.
Obwohl die Kammerphilharmonie noch zu den jüngeren Klangkörpern des Landes zählt, konnte sie ihr Können bereits in zahlreichen bekannten Sälen zum Besten geben. Dabei reichte die Bandbreite vom Berliner Konzerthaus über das Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris sowie das Grand Théâtre de la Ville Luxemburg bis hin zur De Munt-Oper in Brüssel.
Ein Teil des Erfolgsgeheimnisses ist sicherlich die Tatsache, dass die Orchesterleitung schon immer auf eine weite Bandbreite von Berufserfahrung baute. Um im Zuge dessen auch der Nachwuchsförderung Beachtung zu zollen, gibt die Kammerphilharmonie Europa jungen Hoffnungsträgern regelmäßig die Möglichkeit, sich in ihren Stimmgruppen weiterzuentwickeln. Auf diese Weise gelingt es, ein generationenübergreifendes, kreatives Arbeitsklima zu gewährleisten, woraus die Besetzung stets große Motivation schöpfen kann. In Zukunft wird die Kammerphilharmonie getreu ihrem Namen auch auf eine stärkere Vernetzung der europäischen Orchesterszene setzen. Hierzu befindet sich unter anderem eine Konzertreihe in Zusammenarbeit mit der Kulturkommission der Europäischen Union in Vorbereitung.
Bernhard Römer wurde 1963 in Worms geboren und erhielt dort seinen ersten Klavier– und Orgelunterricht. Bereits mit 13 Jahren übernahm er nebenamtlich die Chorleiter– und Organistenstelle an der Lukaskirche in Worms.
Das Studium führte ihn 1982 an die Würzburger Hochschule für Musik zu Günther Kaunzinger und Gerhard Weinberger (Orgel). Intensive Cembalo–Studien unter Elza van der Ven (Würzburg) und Siebe Henstra (Utrecht) schlossen sich an. Ebenso formten Helmuth Rilling (Dirigieren), Jon Laukvik, Marie Claire Alain und Ludger Lohmann (Orgel) seinen musikalischen Werdegang.
1986 übernahm er hauptamtlich das Kantoren– und Organistenamt an der Christuskirche in Aschaffenburg und folgte 1989 dem Ruf als Kantor und Organist an die St.–Andreas–Kirche zu Hildesheim. 1996 übernahm Bernhard Römer dort zudem die Geschäftsführung des Kulturrings.
Seine umfangreiche Künstlertätigkeit als Organist, Cembalist und Kammermusiker beinhaltet Konzerte mit den von ihm geleiteten Chören und Ensembles, Orgelkonzerte im In– und Ausland sowie mittlerweile zahlreiche Rundfunk– und Schallplattenaufnahmen. Bei Hänssler hat er CDs eingespielt, z.B. "Orgelfaszinationen" und "Virtuose Orgelmusik" mit Kompositionen von Bruhns, Bach, Franck, Guilmant.
Das Orgel–Repertoire von Bernhard Römer umfasst das gesamte Werk J. S. Bachs und Mendelssohn Bartholdys, das er in Konzertzyklen an der Beckerath–Orgel der St.–Andreas– Kirche in Hildesheim gespielt hat, sowie die deutschen und italienischen Orgelmeister vor Bach. Weiterhin spielt er alle größeren Werke der deutschen und französischen Orgelmusik sowie ausgewählte Werke des 20. Jahrhunderts.
Seine internationalen Referenzen umfassen ebenso die Teilnahme an Internationalen Orgelfestivals 1996 in der Charente (mit Video–Aufzeichnung) und Tallinn (mit Live–Übertragung im Estnischen Rundfunk), wie an der Internationalen Sommerakademie J. S. Bach in Stuttgart und dem Internationalen Orgelfestival 2001 in Japan; im Juli 2002 war er Gast beim Ersten Internationalen Orgelfestival in Litauen. Konzerttourneen führten ihn zudem 1997 nach Osteuropa (Vilnius, Kaliningrad und Riga mit Übertragung eines Konzertes im Lettischen Rundfunk), 1998 nach Frankreich (Bourges, Bordeaux u.a.) und 1999 in die USA (Philadelphia, Pittsburgh, New York u.a.) und zuletzt im Sommer 2005 nach Polen mit Konzerten in Poznan, Wolsztyn und Gdansk.
Die St.–Andreas–Kantorei Hildesheim wurde 1955 von Kantor Reinhold Brunnert gegründet. Der heute etwa 70 Personen umfassende Chor widmet sich der A–cappella–Literatur aller Stilepochen in Gottesdienst und Konzert sowie den großen oratorischen Werken des 18. und 19. Jahrhunderts.
Seit 1989 leitet Kantor und Organist Bernhard Römer die St.–Andreas–Kantorei und hat seither zahlreiche Werke von Bach, Mendelssohn, Brahms, Bruckner u.a. aufgeführt. Herausragend war dabei die Aufführung des "War Requiem" von Benjamin Britten anlässlich des 50. Jahrestages der Zerstörung der Stadt Hildesheim am 22.3.1995.
Chorreisen führten die St.–Andreas–Kantorei wiederholt nach Österreich, Frankreich und zuletzt nach St. Petersburg in Russland. Für den NDR entstanden mehrere Rundfunkaufnahmen, eine Schallplattenaufnahme mit weihnachtlicher Musik zeugt von der musikalischen Leistungsfähigkeit des Chores.
Die St.–Andreas–Kantorei gestaltet einmal monatlich einen Gottesdienst in der St.–Andreas–Kirche, Konzerte mit Chormusik a cappella sowie große oratorische Aufführungen.
Der Kammerchor Hildesheim wurde 1990 von Bernhard Römer mit der Absicht gegründet, mit einem Ensemble von hoher künstlerischer Qualität A–cappella–Werke aller Stilepochen interpretieren zu können.
Das Repertoire der 25 Mitglieder des Chores reicht von Schütz bis Distler, und umschließt Motettensätze bis zu 24 Stimmen.
Dank der zahlreichen Konzerte hat der Kammerchor Hildesheim in ganz Deutschland mittlerweile viele Freunde und die Anerkennung der Zuhörer gewonnen. Von besonderer Bedeutung war 1993 die Uraufführung der Lukaspassion von Reinhold Brunnert (1929–1990).
Der Chor kann zahlreiche Produktionen für den Norddeutschen Rundfunk sowie CD–Aufnahmen mit Werken von Caldara, Eccard, Gallus, Gibbons, Hassler, Kaminski, Lassus, Rheinberger, Schütz, Tallis, Bach–Motetten (BWV 225–230) und andere Werke der Bach–Familie, sowie die "Weihnachtsgeschichte" von Distler vorweisen. Zuletzt nahm der Norddeutsche Rundfunk am 03.05.02 mit dem Chor weihnachtliche Musik verschiedener Komponisten auf. Die CD erschien im Hänssler–Verlag mit der Bestell–Nr. 98.431.
Konzertreisen ins Ausland führten das Ensemble bisher nach England und Frankreich.
BBC London übertrug 1991 live einen Gottesdienst aus der St.–Andreas–Kirche, der vom Kammerchor Hildesheim gestaltet wurde.